Piet Hein

Literatur

Geboren und aufgewachsen in einem Haus, das von bekannten Schriftstellern, Politikern und Künstlern frequentiert wurde, war es für den jungen Piet Hein nicht unnatürlich, sich lyrisch auszudrücken. In Briefen an seine Mutter aus den 1920er und 30er Jahren, findet man den Ursprung seiner späteren Schriften.

Inspiriert von Johannes V. Jensen, der ein Freund der Familie Hein war, begann Piet Hein längere Gedichte zu schreiben. Später jedoch wechselte er in seine eigene poetische Form - die weltberühmten Gruks. Wie ein Gutachter damals sagte, waren die Gruks "Piet Heins Geschenk an die Menschheit".

Die Gruks erblickten am 14. April 1940 in der dänischen Zeitung 'Politiken' das Licht der Weltöffentlichkeit. Sie kamen bei den dänischen Lesern sehr gut an und erschienen schließlich täglich in der Politiken Kolumne 'Denk nur'. Im Jahr 1943 musste Piet Hein in den Untergrund gehen, ein Grund dafür waren seine Veröffentlichungen. Er reiste nach Argentinien, aber trotzdem erschienen seine Gruks in der 'Politiken'.

Was bedeutet 'Gruk'? Johs. V. Jensen sagte einmal: "Das kommt vom Rebhuhn, es furzt Gruk". Andere bestanden darauf, dass Gruk das  Zusammenziehen der Wörter 'grin' und 'suk' (Lachen und Seufzen) sei. Er selbst meinte, dass das Wort aus heiterem Himmel zu ihm kam. Auf  Englisch gibt es etwa 500, genannt 'Grooks'. Die Gruks gibt es aber auch in vielen anderen Sprachen, neueste Übersetzungen sind ins Schwedische und Polnische.

Im Vergleich zu den Gruks haben seine Gedichte leider nie vergleichbare Spuren hinterlassen.

Schon als Kind begann Piet Hein Gedichte zu schreiben, so z.B. Gelegenheitsgedichte für Partys, für Freunde, die Familie oder für große Ereignisse an seiner Schule. In seinen Gedichten offenbart Piet Hein seine Liebe zur Wissenschaft und seine Begeisterung für einfache, natürliche Dinge. In den 1950er bis 1970er Jahren schrieb Piet Hein zudem eine Reihe von 'pièces d'occasion', also Prologe für Unternehmen und Verbände.